Hausaufgabenkonzept für die Grundschule Fürstenau

Erlasse / Empfehlungen des niedersächsischen Kultusministeriums


Der Erlass „zur Arbeit in der Grundschule“ dient in Verbindung mit dem Erlass „Hausaufgaben an allgemein bildenden Schulen“ und der „Empfehlungen der Kultusministerkonferenz zur Arbeit in der Grundschule“ als Grundlage dieses Konzeptes.
Der Empfehlung der Kultusministerkonferenz zum Thema Hausaufgaben ist zu entnehmen: „Hausaufgaben [sind eine] sinnvolle Ergänzung zu unterrichtlichen Aktivitäten. [Ihre] Berechtigung [liegt darin, dass]; sie […] die Selbständigkeit stärken und Raum für eigene Aktivitäten eröffnen. Sie dienen unter anderem auch dazu, Vorhaben aus dem Unterricht in den Freizeitbereich hineinzutragen, z. B. individuelle Erkundungen anzuregen, kulturelle Angebote wahrzunehmen, Leseaktivitäten zu entwickeln, Briefe zu schreiben, Arbeitsanweisungen auszuprobieren.
Der Erlass: „Hausaugaben an allgemein bildenden Schulen“ und der Erlass zur „Arbeit an Grundschulen“ präzisieren diese Empfehlungen der Kultusministerkonferenz wie folgt und stellen folgende Forderungen an die Lehrkräfte:

Hausaufgaben ergänzen den Unterricht und unterstützen den Lernprozess der Schülerinnen und Schüler.
Je nach Altersstufe, Schulform, Fach und Unterrichtskonzeption kann die Hausaufgabenstellung insbesondere auf die Übung, Anwendung und Sicherung im Unterricht erworbener Kenntnisse, Fertigkeiten und fachspezifischer Techniken, die Vorbereitung bestimmter Unterrichtsschritte und -abschnitte oder die Förderung der selbstständigen Auseinandersetzung mit Unterrichtsgegenständen
ausgerichtet sein.

Art und Umfang von Hausaufgaben im pädagogischen Konzept der Schule gehören zu den wesentlichen Angelegenheiten (§ 34 Abs. 1 NSchG), über die die Gesamtkonferenz zu beschließen hat.

Die Verpflichtung der Lehrkräfte, Inhalt, Planung und Gestaltung des Unterrichts mit den Klassenelternschaften zu erörtern (§ 96 Abs. 4 NSchG), schließt auch die Erörterung der Hausaufgabenpraxis mit den Klassenelternschaften ein.
Hausaufgaben müssen aus dem Unterricht erwachsen und in den Unterricht eingebunden sein. Es dürfen nur solche Hausaufgaben gestellt werden, deren selbstständige Erledigung den Schülerinnen und Schülern möglich ist. Für die Vorbereitung und Besprechung von Hausaufgaben ist eine angemessene Zeit im Unterricht vorzusehen. Die Schule würdigt die bei den Hausaufgaben gezeigten Schülerleistungen angemessen und fördert auch auf diese Weise die Motivation der Schülerinnen und Schüler. Hausaufgaben dürfen jedoch nicht mit Noten bewertet werden.

Bei der Stellung von Hausaufgaben sind das Alter und die Belastbarkeit der Schülerinnen und Schüler zu berücksichtigen.
Richtwerte für den maximalen Zeitaufwand am Nachmittag sind:
im Primarbereich: 30 - 45 Minuten - Klassen 1 und 2
bis 60 Minuten - Klassen 3 und 4
Auch durch Absprachen der Lehrkräfte untereinander wird der Belastbarkeit der Schülerinnen und Schüler Rechnung getragen.


2. Schuleigene Beschlüsse

Allgemeine Grundsätze:

Hausaufgaben zu erledigen ist eine Pflicht.Der Erledigung der Hausaufgaben sollte von Lehrern, Eltern und Schülern die entsprechende Wichtigkeit beigemessen werden.Hausaufgaben sollen von den Kindern selbstständig, vollständig,sorgfältig und sauber angefertigt werden.

Bei Lese- und Lernhausaufgaben (z.B. Gedichte, 1x1-Reihen) ist diehäusliche Unterstützung wünschenswert.

Hausaufgaben werden von Montag bis Donnerstag aufgeben. Bei Fächern mit weniger Stunden sind auch Aufgaben über das Wochenende möglich.Lesehausaufgaben sollten in Klasse 1 bis 4 täglich gestellt werden.In den Fächern Mathematik und Deutsch sollen nach Möglichkeitjeden Tag Hausaufgaben erteilt werden.Es können differenzierte Hausaufgaben gestellt werden.Hausaufgaben werden regelmäßig kontrolliert bzw. verglichen.Über den Umfang und die zeitliche Aufteilung der Hausaufgabentreffen die unterrichtenden Lehrkräfte der jeweiligen Klasse
verbindliche Absprachen. Für die Klassen 1 und 2 darf die Zeit für Hausaufgaben nicht länger als 30 Minuten und in den Klassen 3 und 4 nicht länger als 60 Minuten sein. Priorität haben die Hauptfächer bei der Zeitverteilung.

Über das Hausaufgabenkonzept wird auf den Elternabenden zuBeginn jeden Schuljahres informiert.

Das Erledigen von Hausaufgaben fließt in die Bewertung desArbeitsverhaltens ein.

Es können Hausaufgaben gestellt werden, die sich über einenlängeren Zeitraum erstrecken. Die Schülerinnen und Schüler
müssen dann selbstständig entscheiden, wann sie welche Bereiche
der HA erledigen.

Formale Regeln für die Hausaufgaben

Verbindliches Hausaufgabenheft
Alle Schüler führen verbindlich ein Hausaufgabenheft. Das Datum der einzelnen Tage und die Aufgaben für die entsprechenden Fächer werden an der Seitentafel festgehalten. Zeit zum Aufschreiben der Hausaufgaben
Die Schüler erhalten von jeder Lehrkraft, die die Hausaufgabe erteilt, genügend Zeit diese zu notieren. Die Lehrkraft, die die Hausaufgabe erteilt, sorgt auch dafür, dass sie von den Schülern notiert wird.Tafelanschrieb
Die Hausaufgaben werden immer an der gleichen Stelle der Tafel notiert. Das aktuelle Datum steht darüber. Kürzel für die

Hausaufgaben
Die Hausaufgaben werden mit Kürzeln notiert, wobei in der Regel der Anfangsbuchstabe des Faches verwendet wird.
Die Kürzel werden den Eltern auf dem Elternabend erläutert und sind auch im Hausaufgabenheft zu finden. Folgende Kürzel (bzw. Symbole) werden angewendet:

Kürzel der Fächer
S=Schreiben
L= Lesen
M=Mathematik
S=Sachunterricht
E=Englisch
Mu=Musik
K=Kunst
W=Werken
T=Textil
R=Religion
Kürzel der Arbeitsutensilien
B=Buch
AH=Arbeitsheft
H=Heft
Symbole der 1. Klassen
Stift=Schreiben
Brille=Lesen
1+1= Mathe


Inhaltliche Regeln für Hausaufgaben

Hausaufgaben können differenziert nach Menge und Schwierigkeitsgrad aufgegeben werden. Schüler mit besonderen Fähigkeiten, bzw. Schüler mit besonderen Schwierigkeiten bekommen teilweise differenzierte Hausaufgaben. Auch hierzu werden Eltern auf Elternabenden informiert. Hausaufgaben sollen abwechslungsreich sein. Es gibt verschiedene Aufgabenstellungen mit unterschiedlichen Zielen.

Methodentraining

Um Hausaufgaben mit den Schülern möglichst schnell und gut aufzuschreiben, werden die Einträge ins Hausaufgabenheft mit den Kindern zu Beginn geübt und kontrolliert. In den 1. Klassen werden zu Beginn des Schuljahres die Aufgaben noch auf die Arbeitszettel geschrieben. Nach den Herbstferien werden dann die allgemein gültigen Kürzel bzw. Symbole eingeführt.

Würdigung von Hausaufgaben

Von den Schülern angefertigte Hausaufgaben sollen gewürdigt werden. Dazu gibt es verschiedene Möglichkeiten, die gleichrangig nebeneinander angewandt werden können, je nach Klassensituation und Art der Hausaufgabe. Selbstkontrolle
Schüler kontrollieren ihre Aufgaben selbst durch vorbereitete Kontrollblätter oder durch im Buch vorhandene Lösungen (z.B. Schlangen im Mathebuch).

Partnerkontrolle
Schüler tauschen ihre Hefte aus, kontrollieren oder besprechen ihre Ergebnisse.

Kontrolle durch den Lehrer
Der Lehrer sammelt die angefertigten Aufgaben ein und kontrolliert sie außerhalb des Unterrichts. Die Schüler bekommen eine Rückmeldung durch vereinbarte Zeichen (Smiley, o.ä.) oder andere schriftliche Hinweise des Lehrers.

Nicht angefertigte Hausaufgaben Hausaufgabenliste
Der Lehrer notiert sich die Schüler, die Hausaufgaben nicht gemacht haben. Wurden die vergessenen Aufgaben unaufgefordert nachgezeigt, wird die Notiz gestrichen.

Häufig nicht angefertigte Hausaufgaben
Wenn Schüler über einen längeren Zeitraum keine oder unregelmäßig Hausaufgaben anfertigen, werden die Eltern benachrichtigt.Es ist möglich – in Absprache mit den Eltern – den Schüler/dieSchülerin dazu zu verpflichten, die Hausaufgaben in einer zusätzlichen Unterrichtsstunde nachzuholen.


Hausaufgaben zu Hause

Hausaufgaben werden von den Kindern möglichst selbstständig erledigt. Eine Hilfestellung der Eltern in formaler Hinsicht (gute Arbeitsbedingungen, Interesse zeigen, über die Unterrichtsinhalte sprechen) ist wichtig und erwünscht.

Hausaufgabenbetreuung in der Grundschule Fürstenau

In der Grundschule Fürstenau gibt es eine Nachmittagsbetreuung. In kleinen Hausaufgabengruppen erledigen die Kinder unter Aufsicht einer Betreuerin die Hausaufgaben in bestimmten Klassenräumen. Hier lernen die Kinder u. a. den Arbeitsplatz vorzubereiten, das
Arbeitsmaterial zu sichten und zu ordnen (Was habe ich auf?; Womit fange ich an?).
Die Kinder arbeiten selbstständig. Das anwesende
Betreuungspersonal sorgt für die notwendige Ruhe und steht nur für
Verständnisfragen zur Verfügung, gibt aber keine Nachhilfe.
Ziel der Hausaufgabenbetreuung ist es die Kinder daran zu gewöhnen,
Hausaufgaben zügig und konzentriert zu erledigen.