Förderkonzept der Grundschule Fürstenau



Das Recht auf individuelle Förderung ist in § 54Abs.1 NSchG für alle Schülerinnen und Schüler festgeschrieben.

Recht auf Bildung
„Das Land ist verpflichtet, im Rahmen seiner Möglichkeiten das Schulwesen zu fördern, dass alle in Niedersachsen wohnenden Schülerinnen und Schüler ihr Recht auf Bildung verwirklichen können. Das Schulwesen soll eine begabungsgerechte individuelle Förderung ermöglichen und eine gesicherte Unterrichtsversorgung bieten. Unterschiede in den Bildungschancen sind nach Möglichkeit durch besondere Förderung der benachteiligten Schülerinnen und Schüler auszugleichen. Auch hochbegabte Schülerinnen und Schüler sollen besonders gefördert werden.
(Handreichungen Individuelle Lernentwicklung und Dokumentation, Niedersächsisches Schulgesetz 2006)



Grundprinzipien unserer Förderarbeit
Zielsetzungen

Schaffung eines Vertrauensverhältnisses durch positive Annahme der Kinder mit ihren Schwächen und StärkenStärkung des Selbstwertgefühles durch Lob und ErmutigungAnbahnung von Erfolgserlebnissen durch kleine LernschritteAngemessene Aufgabenstellung entsprechend dem individuellen Lern- und MotivationsstandLernangebote entsprechend den unterschiedlichen Wahrnehmungs- und Auffassungsbereichen
Intensive Zusammenarbeit mit: Kolleginnen/Kollegen, Eltern und außerschulischen Therapieeinrichtungen



Dokumentationen

Lernentwicklungsbögen für alle (Klassenlehrkraft)Förderpläne ( Förderschullehrkraft mit Klassenlehrkraft )LernausgangslageZiele für den PlanungszeitraumMaßnahmen zur Erreichung der ZieleBeschreibung des Fördererfolgs durch Lehrkraft und Schülerin/SchülerSelbsteinschätzungsbögen (Smilybögen)




Bereiche der Förderung
Grundprinzipien

Förderung soll allen Kindern im Rahmen des gemeinsamen Unterrichts im Klassenverband ermöglichen, ihren jeweiligen Fähigkeiten und Voraussetzungen entsprechend zu arbeiten. Das wird erreicht durchDifferenzierung durch

Umfang und Zeit

Niveau

Unterschiedliche Lernzugänge

Thema/Inhalt

Wechselnde Methoden ( s. Methodenkonzept )

Entwicklung von Kommunikation- und Teamfähigkeit ( s. Kommunikations- und Teamtrainingskonzepte) Fördern im Fach Deutsch1.1 Förderung im Kompetenzbereich „Richtig schreiben“

DiagnoseLernstandserhebung in Klasse 1 ( Erhebungsbogen, Überleitungsbogen KITA)

Grundschuldiagnose online für Klassen 2-4

HSP für lese-und rechtschreibschwache Schülerinnen und Schüler

SchülerbeobachtungFördermaßnahmenTeilnahme am Ganztag ( individuelle Lernzeit im Hausaufgabenband durch eine Lehrkraft)Individuelle Fördermappen mit Materialien, die von der Fachlehrkraft zusammen gestellt werden

Arbeiten mit dem „Orthografikus vom Finkenverlag

Differenziertes Unterrichtswerk, ( Förderheft, Forderheft )

Förderunterricht für LRS-Kinder nach Förderkonzept ( Hamburger Schreibprobe)

Wöchentliche Computerstunde mit differenzierten Lernprogrammen








1.2 Förderung im Kompetenzbereich „Texte verfassen“

Das Kerncurriculum Deutsch besagt, dass neben der gesprochenen Sprache die geschriebene Sprache das wichtigste Mittel menschlicher Verständigung ist. Das Lesen- und Schreiben lernen unterstützen sich gegenseitig.

„Die Schülerinnen und Schüler nutzen Schreiben zur Kommunikation, zur Aufbewahrung von Informationen, zur gedanklichen Auseinandersetzung sowie zum kreativen und gestalterischen Umgang mit Sprache“ ( Bildungsstandards im Fach Deutsch für den Primarbereich, S. 8)

Fördermaßnahmen/Schreibprojekte an unserer SchuleRegelmäßiger Einsatz von Lektüren mit Lesetagebüchern

Freies Schreiben zu Bilderbüchern, …

Geschichtenhefte

Gestalten eines Erinnerungsbuches

Schreibwettbewerbe

Texte verfassen für die SchülerzeitungLesewurmgeschichte im KOV





1.3 Förderung im Kompetenzbereich „Lesen - mit Texten und Medien umgehen“

Für eine eigenständige Orientierung in der schriftsprachlich fixierten Umwelt, für die Bewältigung von Lebenssituationen im Alltag und für vielfältigen Lernsituationen in der Schule ist die Lesefähigkeit die Grundvoraussetzung.

Fördermaßnahmen/Leseprojekte an unserer SchuleRegelmäßige Lesetests

Lies –mal - Hefte

ANTOLIN – Leseförderung online

Durchführung von Lesenächten

Leseecken in den Klassen, Vorstellen von Lieblingsbüchern

Regelmäßiger Besuch der Bücherei in der IGS

Vorlesewettbewerbe Schule/Stadt Fürstenau

Plattdeutscher Vorlesewettbewerb

Lesebuddy – Projekt ( Tägliche Lesepatenschaften Kl.1/ 2 und 3/4)

Autorenlesungen

Schulaufführungen mit szenischen Spielen

Lesepaten in der Schule für Klassen 1 und 2
Fördern im Bereich „Mathematik“
Wie im Fach Deutsch wird die Grundschuldiagnose in den Klassen 2-4 eingesetzt, um in der Binnendifferenzierung so früh und so umfassend wie möglich Leistungsdefizite auszugleichen.
Für leistungsschwache Kinder wird ein Förderplan geschrieben, der in Kooperation mit einer Förderschullehrkraft erstellt wird ( s. Förderplan)
Das Mathematiklehrwerk „Denken und Rechnen“ ergänzt den Förderplan durch Hinweise auf:

weitere Übungen im Arbeitsheft,zusätzliche Übungskopien aus den Kopiervorlagen,geeignete Seiten aus dem Förderheft für leistungsschwache Kinder geeignete Seiten aus dem Forderheft für leistungsstarke Kinder
Hierzu erstellen die Lehrkräfte individuelle Fördermappen für die Kinder.



2.1 Fördermaterialien

Förderordner vom Finken-Verlag „Komm mit – rechne mit!“

Insgesamt 6 Bände stehen für eine intensive Förderung für alle Klassen zur Verfügung. Dabei werden sämtliche grundschulrelevanten Zahlenräume bearbeitet:

Band 1 Basis: Wahrnehmung/Pränumerik
Band 2 Stufe 1A: Zahlenraum bis 10
Band 3 Stufe 1B: Zahlenraum bis 20
Band 4 Stufe 2: Zahlenraum bis 100
Band 5 Stufe 3: Zahlenraum bis 1 000
Band 6 Stufe 4: Zahlenraum bis 1 Million Der Band 1 (Basis) dient der Förderung grundlegender Kompetenzen. Dazu gehören die visiomotorische Koordination, die visuelle Wahrnehmungsfähigkeit und mathematisch- logische Grundfähigkeiten wie Klassifikation, Eins-zu-eins-Zuordnung.

Alle weiteren Bände sind in Kompetenzbereiche untergliedert, die sich im Sinne eines Spiralcurriculums in den verschiedenen Zahlenräumen wiederholen und sinnvoll aufeinander aufbauen:

Zahlvorstellungen entwickeln

Zahlbeziehungen erfassen

Grundvorstellungen von mathematischen Begriffen und Operationen entwickeln

Operative Zusammenhänge erkennen und Rechenstrategien anwenden








Die Bände 2 und 3 (Stufe 1A und 1B) bearbeiten die Zahlenräume bis 10 und bis 20. Da die Zahlbegriffsentwicklung und das sichere Rechnen im Zahlenraum bis 10/20 grundlegend für die weitere Lernentwicklung sind, werden die Zahlenräume hier sehr kleinschrittig und anschaulich erarbeitet. Beide Bände bauen inhaltlich aufeinander auf und helfen dem Kind, sich nach und nach von der Anschauung zu lösen und auf der Basis fundierter Zahlenraumvorstellungen den Zehnerübergang sicher zu bewältigen.

Mit den weiteren Bänden (Stufen 2 bis 4) wird die systematische Förderung der Rechenkompetenz in sich ausweitenden Zahlenräumen und komplexer werdenden operativen Strukturen fortgesetzt.





2.2 Weitere Fördermaterialien/FörderprojekteTägliches Übungsangebot mit dem Heft „Mathestars“, „Zahlenfuchs“Mathematikolympiade in Kl. 3 und 4

Forderstunde Mathematik im Ganztag mitVorbereitung auf die Mathematikwettbewerbe „Matheolympiade“ und „Känguruwettbewerb“KnobelaufgabenErste Schritte zur InformatikUmgang mit neuen Medien (Whiteboard)

Förderung im Hausaufgabenband des Ganztags durch eine Lehrkraft Zusammenarbeit mit anderen InstitutionenKooperation mit den KITAS ( s. Kooperationsvereinbarung)Intensive Zusammenarbeit mit den Förderschulkräften im Rahmen der sonderpädagogischen Grundversorgung
Zusammenarbeit mit den Förderschulen und den weiterführenden Schulen
Kooperation mit sozialpädiatrischen Zentren in Meppen und Osnabrück
(SPATZ)