Am 15. Juli wurden in Fürstenau durch den Künstler Gunter Demnig Stolpersteine zur Erinnerung an Isidor und Adele Weinberg, Alfred, Jettchen und Herbert Hamburger, Friederike und Will Wolf, Johanna Stern, Elisabeth Hamburger, Julius, Berta, Moritz, Frida, Oskar und Rosa Frank sowie an Hermann, Elise und Renate Hamburger gesetzt. Die Kinder der 4. Klassen wurden vorher von Bernd Kruse und der Zeitzeugin Frau Sonntag, eine damalige Nachbarin von Renate Hamburger, über das Projekt und speziell die Biografie von Renate Hamurger informiert. Die Schülerinnen und Schüler zeigten große Anteilnahme am Schicksal der ermordeten und verschleppten Juden.
Während der Stolpersteinverlegung des Gedenksteins an Renate Hamburger gestalteten die Schüler den Begriff "Stolpersteine" mit Erläuterungen für jeden einzelnen Buchstaben:

Stolpersteine - Anagramm

S wie Solidarität


Wir wollen uns mit denen solidarisch zeigen, die unsere Hilfe brauchen. Nur dann können wir viel Gutes erreichen

T wie Toleranz

Wir akzeptieren andere so wie sie sind – mit ihren Stärken und Schwächen.

O wie Offenheit


Wir gehen offen mit anderen Menschen um.

L wie Lernen

Wir lernen miteinander und voneinander, wenn wir uns als eine Gemeinschaft verstehen.

P wie Probleme


Wir lösen Probleme nicht mit Gewalt, sondern nur, wenn wir miteinander reden und versuchen, den anderen zu verstehen.

E wie Entschuldigung


Wir sind bereit, uns zu entschuldigen, eigene Fehler einzugestehen und anderen zu verzeihen.

R wie Rechte

Wir wollen die Rechte jedes Einzelnen achten.

S wie Stärke

Wir wollen Stärke zeigen, wenn andere ungerecht behandelt werden.

T wie Trost


Wir wollen trösten, wenn andere traurig sind.

E wie Einladung


Wir wollen niemanden ausschließen, sondern andere zum Mitmachen in unsere Gemeinschaft einladen.

I wie Interesse


Wir zeigen ein ehrliches Interesse für Menschen, die anders sind.

N wie Neubeginn


Wenn es schwierig wird, diese Vorsätze umzusetzen, wollen wir uns nicht entmutigen lassen und stets bereit sein für einen Neubeginn.


E wie Erinnerung


Wir wollen nicht vergessen, was Menschen in schlimmen Zeiten Böses angetan wurde und ihre Schicksale in Erinnerung behalten.



Danach sangen die Kinder das Lied: Ich gebe dir die Hände, das zum Miteinander und Brückenbauen auffordert.
(Quelle: T.: Rolf Krenzer, M.: Ludger Edelkötter, KIMU Kindermusikverlag GmbH)

Im Anschluss an den Vortrag der Grundschüler wurde von der Gärtnerei Münch noch ein wunderschöner Gedenkblumenstrauß an den Stolpersteinen abgelegt.

Frau Sonntag erzählt über das Schicksal von Renate Hamburger